Istanbul Pictures

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Istanbul ist voll cool!

Das ist Vincents Aussage über Istanbul. Wir haben bis vorgestern fünf wunderbare Tage in dieser Metropole verbracht und sind jetzt wieder zurück in Bursa. Istanbul ist gegensätzlich. Es ist orientalisch und total westlich, modern und völlig konservativ, quirlig und ruhig, …

Jeden Tag starteten wir mit einem Frühstück auf der Dachterasse unseres Hotels mit Blick auf die Blaue Moschee und über den Bosborus. Herrlich! Dann machten wir uns auf Erkundungstour. Wer uns kennt, weiß dass wir am liebsten zu Fuß eine Stadt erkunden. Aber Istanbul bietet eine relaxte Art viel von der Stadt zu sehen und das ist per Boot. Wir erkundeten das Goldene Horn mit einem kleinen laut tuckerden Kutter, man könnte fast meinen es wäre ein Fischerboot. Einen Teil des Bosborus fuhren wir mit der staatlichen Fähre rauf und runter.

Ein Muss war natürlich auch die große Hagia Sophia, bei der wir nicht die einzigen Besucher waren. Wir mussten anstehen um ein Ticket zu bekommen. Doch wenn man dann in der Warteschlange steht gehts recht flott.
In den Moscheen ist der Eintritt immer frei. Vincent fragte öfters: Wann gehen wir wieder in die Kirche, wo wir die Schuhe ausziehen müssen. Wir erklärten ihm des öfteren, dass es eine Moschee ist. Er konnte es sich nicht merken. Jedoch weiß er jetzt, wie dort gebetet wird. Einmal sahen wir einer Kindergruppe beim „Beten lernen“ zu.

An jeder Ecke, in jeder Gasse, an jedem Platz findet man in Istanbul etwas leckers zu essen. Straßenküchen und nette Lokantas laden zum Schlemmen ein. Wir probierten das berühmte „balak ekmek“. Diese Fischbrötchen bekommt man auf den schwimmenden Küchen bei der Galatabrück. In Ortaköy gabs die riesige Ofenkartoffel gefüllt mit Käse, Mais, scharfer Sauce, Erbsen, Salat, … Fast an jeder Straßenecke findet man gekochte oder gegrillte Maiskolben, Kastanien, Melonenstücke und den berühmten Simit, das ist der allbekannte Sesamkringel. Wie gesagt, das Essen in Istanbul ist ausgezeichnet und sehr vielseitig. Die Preise variieren, je nachdem in welchem Stadtteil man sich befindet. Auf der Straße bekommt man z.B. Reis mit Hühnchen für 2 Euro, den Maiskolben für 70 Cent. Im touristischen Sultanahmnet kosten zwei Hauptgerichte mit Getränken schon mal 30 Euro.

Ein weiteres Istanbulerlebnis war der Große Basar. Dieser Basar ist ein farbenprächtiges Labyrinth aus schmalen Gassen und Straßen. Er ist überdacht und täglich gehen mindestens 500 000 Menschen aus und ein. Es gibt über 3500 Geschäftchen in denen 25 000 Menschen arbeiten. Eine Wahnsinnszahl, wenn man bedenkt.

Ist Istanbul kinderfreundlich?
Diese Frage können wir mit Ja beantworten. Kinderspielplätze findet man nicht so leicht, wie an anderen türkischen Orten, aber es gibt sie. Beinahe jeder der an unserem Kinderwagen vorbeigeht, wirft einen Blick hinein. Egal ob es eine ältere Frau oder junge Burschen sind, Loris und Vincent werden immer bestaunt. In der Straßenbahn und im Bus wird einem ständig ein Platz angeboten um sich mit den Kindern hinzusetzten. Beim Essen haben wir immer einen Babysitter für Loris. In den Restaurants arbeiten viele Kellner und einer von ihnen kümmert sich dann um ihn. Kinderhochstühle gibts leider nicht so oft, aber wenn man jemand hat, der die Kinder herumträgt und Späßchen macht ist uns das auch recht. Manche Türken sind von den Kindern so entzückt, dass sie ihnen in die Wange kneifen (und das nicht sehr feinfühlig), sie abbusseln und über die Haare streichen. Vincent findet das nicht so fein. Loris nimmts gelassen.